Ausgeheckt – Der perfekte Sichtschutz

Der Herbst ist die perfekte Jahreszeit, um eine Hecke zu pflanzen. Sei es als Sichtschutz, als Abtrennung oder als Dekorationselement, eine Hecke ist vielseitig einsetzbar. Als Sichtschutz ist eine Hecke sehr viel lebendiger als eine Mauer oder ein Zaun und bietet zudem unterschiedlichen Lebewesen Unterschlupf.

Um aus den vielen verschiedenen Heckenpflanzen die passende auszuwählen, sollten Sie den Pflegeaufwand, die Bodenbeschaffenheit und auch die Blütezeit gründlich untersuchen. Natürlich können auch verschiedene hochwachsende Pflanzen kombiniert werden, z.B. zu einer sommerblühenden Hecke. Um eine Orientierung zu bieten, haben wir Ihnen die Top5 der Heckenpflanzen zusammengestellt

 

EIBE (Taxus baccata)

Die Eibe ist eine sehr langlebige Heckenpflanze, die auf nicht zu trockenem Boden wächst. Eiben sind heimische Pflanzen und können eine ein bis vier Meter hohe Hecke hervorbringen. Von März bis April bildet sie Blüten, die bis zum Herbst zu roten „Beeren“ heranwachsen. Die Nadeln sind immergrün und sehr dicht, so dass sie einen schönen Sichtschutz bildet. Eine Beeteinfassung ist ebenfalls mit Eiben möglich, wenn man sie durch stetigen Rückschnitt klein hält.

Auch beim Standort ist die Eibe nicht wählerisch und gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Der Pflanzabstand variiert je nach Dichtegrad der Hecken von 20-50 cm. Falls schnell eine dichte Hecke von Nöten ist, kann ein kleiner Pflanzabstand gewählt werden, jedoch werden im Laufe der Jahre einige der Eibenpflanzen dann eingehen. Wer mehr Zeit hat, pflanzt zwei Eiben pro laufenden Meter.

Vorteil: Rückschnitt nur einmal im Jahr notwendig, Bodenansprüche relativ gering

Nachteil: Langsames Wachstum und zum Teil giftig

 

THUJA (Thuja occidentalis)

Die immergrüne Thujahecke verbreitet ein natürliches Ambiente im Garten und bildet zudem einen guten, dichten Sichtschutz. An sonnigen Standorten gedeiht der abendländische Lebensbaum am besten und ist für eine ein bis vier Meter hohe Hecke sehr geeignet. Zudem ist diese Heckenform auch winterhart, bringt jedoch bei Frost braun/grüne Belaubung hervor. Verschiedene Zuchtformen werden zum Teil nicht so stark braun.

Ein Pflanzabstand von circa 40 cm sollte nicht unterschritten werden, damit auch hier die Pflanzen später nicht in Konkurrenz treten. Auf luftdurchlässigem, mäßig feuchtem Boden wird die Thuja so bald eine dichte Wand für das grüne Wohnzimmer bilden. Daher ist sowohl in der Pflanzzeit, als auch im Hochsommer ein regelmäßiges Wässern unabdingbar. Zweimal pro Jahr ist ein Rückschnitt bzw. Formschnitt erforderlich.

Vorteil: preiswert, schnell wachsend, kein Laubabwurf

Nachteil: gedeiht nur bei Sonne und Halbschatten

 

ROTBUCHE (Fagus sylvatica)

Die Rotbuche ist ein heimischer Laubbaum, der umgangssprachlich als Buche bezeichnet wird, da lediglich die Blutbuche (Fagus sylvativa var. Purpurea) rote Blätter aufweist. Bereits im Frühjahr treibt die Buche aus und bildet zartgrüne Blätter. Im Herbst zeigt sie sich im wunderschönen orangegelben Kleid und bringt „Indian Summer“-Gefühle mit sich. Aber auch über den Winter behält sie einige Blätter an den Ästen, so dass auch sie einen ganzjährigen Sichtschutz bildet.

Eine Buchenhecke kann bis zu 30 m Höhe erreichen. Da sie aber sehr schnittverträglich ist, kann man die Hecke auf eineinhalb bis vier Meter stutzen. Dazu sollte die Hecke zweimal im Jahr geschnitten werden, damit sie nicht zu groß wird. Schon kleine Buchenpflanzen erlangen sehr schnell eine stattliche Höhe. Für einen undurchlässigen Sichtschutz ist jedoch ein bisschen Geduld erforderlich. Pro Meter sollten Sie zwei bis vier Pflanzen auf nicht zu trockenen, nährstoffreichen Böden anpflanzen.

Vorteil: geeignet für sonnige und schattige Gartenbereiche

Nachteil: empfindliche Wurzeln bei Staunässe

 

KISCHLORBEER (Prunus laurocerasus)

Die Kirschlorbeerhecke erfreut sich besonders in neu angelegten Gärten einer wachsenden Beliebtheit. Die glänzenden Blätter wirken sehr modern und sind immergrün. Je nach Standort kann die mit der Pflaume und der Kirsche verwandte Pflanze für ein bis zwei Meter hohe Hecken sorgen. Im Jahr können Kirschlorbeerbüsche bis zu 40 cm wachsen, daher sollten sie mindestens einmal pro Jahr mit einer Hand-Heckenschere geschnitten werden.

Kirschlorbeerhecken sind sehr einfach heranzuziehen und haben keine besonderen Bodenansprüche. Auch Trockenheit und Schatten werden von ihnen gut vertragen. Lediglich Staunässe könnte zu Problemen führen.
Leider werden Kirschlorbeerhecken ebenso breit wie hoch, daher ist insbesondere auf kleinen Grundstücken Vorsicht geboten, denn dort verringert sie die eh schon begrenzte Fläche. Berücksichtigt man diese Ausdehnung, sollte ein Pflanzabstand von ca. 1 m nicht unterschritten werden. Dadurch dauert es, bis eine dichte Hecke erreicht wird.

Vorteil: Anspruchslos, günstig, schnellwachsend

Nachteil: Durch wachsende Breiten wird sehr viel Platz benötigt

 

BUCHSBAUM (Buxus sempervirens)

In vielen Schlossgärten sieht man Buchsbaumhecken schon seit Jahrzenten als Beeteinfassung. Die beliebte Heckenpflanze wächst sehr dicht und eignet sich besonders für niedrige Hecken mit bis zu einem Meter Höhe. Ein höherer Sichtschutz ist natürlich mit viel Geduld auch möglich. Durch dieses langsame Wachstum muss die Buchsbaumhecke aber meist nur einmal pro Jahr geschnitten werden und ist somit sehr pflegeleicht. Er ist aber sehr schnittverträglich, was man auch bei Einzelpflanzen die in Formen geschnitten werden, gut beobachten kann. Durch das dichte Blattwerk ist eine Buchsbaumhecke eine immergrüne Mauer, die auch als Designelement eingesetzt werden kann. Auch im Winter bringt sie mit ihrem Grün einen Farbtupfer in Ihren Garten.

Sieben bis acht Pflanzen müssen pro Meter Hecke eingepflanzt werden, um eine schöne dichte Hecke zu erreichen. Beim Standort ist die Hecke anspruchslos und eignet sich für sonnige als auch schattige Bereiche. Der Boden sollte nährstoffreich, durchlässig und nicht zu trocken sein.

Vorteil: Sehr dicht, anspruchslos und formbar

Nachteil: Anfällig für Pilzerkrankungen, wächst langsam

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