Jetzt gibt’s was auf die Nuss – Nussernte im Garten

Walnüsse (Juglans regia)

Rund 100 verschiedene Walnussarten gibt es in Deutschland. Sogar gibt es unterschiedliche Sorten die sich auch für Hausgärten gut eignen. Falls Sie einen Walnussbaum pflanzen möchten, sollten Sie trotzdem beachten, dass dieser auch bei kleinen Sorten z.B. ‚Mars‘ einen Kronendurchmesser von 8 Metern erreichen kann. Der Standort des Baumes sollte sonnig, warm sein und möglichst windgeschützt. Zudem mag er nährstoffreiche, lockere Böden. Bei veredelten Sorten setzt meist bereits nach drei Jahren der erste Ernteertrag ein.
Erntetipps:
Die Walnussernte beginnt circa Mitte September und endet im Oktober. Richtig geerntet und gelagert, können Sie den ganzen Winter vom Nussvorrat profitieren. Die reifen Walnüsse haben einen hohen Gehalt an Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren. Wichtig ist, dass Sie die Nüsse nicht vom Baum schlagen sondern warten bis diese von allein herunterfallen. Nur so können Sie wirklich sicher sein, dass der Reifegrad erreicht ist. Sammeln Sie jeden Tag die Nüsse ab und halten Sie etwaigen Rasen unter dem Baum kurz um wirklich jede Nuss zu entdecken. Liegen die Nüsse zu lange auf dem meist feuchtem Boden, kann das zu Fäulnis führen.
Um die Nüsse dann gut einzulagern, muss die Ernte gut durchtrocknen. Dazu die Nusshülle vollständig entfernen. Auf keinen Fall sollten Sie sie waschen, da sonst Wasser ins Innere dringen kann. Danach in Kisten, auf Tücher oder in Sieben lagern und immer mal wieder mit den Händen durchmischen, damit auch wirklich alle trocken sind.
Schädling:
Ein bekannter Schädling des Walnussbaums ist die Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa). Diese Fruchtfliege überwintert als Puppe im Boden und schlüpft zwischen Juni und August. Danach paaren sie sich und legen die Eier in der Walnusshülle ab. Dies sieht man an den schwarzen kreisrunden Flecken. Die gelb-weißlichen Larven schlüpfen dann bereits nach einer Woche und fressen sich durch die Fruchthülle. Diese haftet dann so stark an der eigentlichen Walnuss, dass sie sich kaum lösen lässt. Jedoch befallen sie nur die Fruchthülle und dringen nicht in den für uns schmackhaften Kern ein. Die Nüsse, die durch einen Befall nicht zu früh vom Baum gefallen sind, können gereinigt und gegessen werden.

Haselnüsse (Corylus avellana)

Der Haselnussstrauch ist sehr vielseitig, leicht zu pflegen und relativ anspruchslos. Wie auch bei der Walnuss gibt es hier die unterschiedlichsten Arten von Züchtungen. Die beste Pflanzzeit ist jetzt im Herbst oder aber im Frühjahr. Der Standort des Strauches kann auch schattig sein, jedoch wird die Ernte umso größer desto sonniger der Ort ist. Jedoch sollte der Standort groß genug gewählt sein, denn auch so ein Haselnussstrauch kann am richtigen Platz drei bis sieben Meter hoch und fünf Meter breit werden. Im Gegensatz zu der Walnuss sind Haselnusssträucher nicht selbstbefruchtend, daher benötigen diese Windbestäuber einen anderen Strauch in der Nähe (Umkreis circa 18 m).
Ernte
Die Ernte erfolgt dann von September bis Oktober. Durch sanftes Schütteln fallen die reifen Haselnüsse vom Strauch. Die Ernte dauert meist nur ein paar Tage an. Ein Haselnussstrauch bringt so zwischen 1 bis 2 Kilo Ertrag pro Jahr. Wenn die Nüsse reif geerntet werden, sind sie in der Schale bis zu einem Jahr haltbar. Dazu sollten Sie darauf achten, dass die Schale wirklich keine Risse oder Sprünge hat. Aber auch ausgelöste Haselnüsse, lassen sich mit einem Trick bis zu einem Jahr haltbar machen. Dazu die Nüsse in ein trockenes, sauberes Einmachglas füllen und für circa eine halbe Stunde in den Backofen stellen.

Schädling:
Wenn die reifen Haselnüsse ein kreisrundes Loch haben, dann können Sie sich sicher sein, dass dort bestimmt ein Haselnussbohrer (Curculio nucum) am Werk war. Mit seinem sehr langen Rüssel bohrt dieser Schädling im Mai und Juni einzelne Nüsse auf und legt dort in jede Nuss ein befruchtetes Ei hinein. Wenn die Larve schlüpft, ernährt sie sich natürlich von dem inneren Fruchtfleisch der Haselnuss. Ist dort nichts mehr vorhanden, bohrt sich der Haselnussbohrer den Weg nach draußen frei. Die Haselnuss fällt dann verfrüht vom Strauch ab und ist hohl. Um einen Befall einzudämmen, entgegenzuwirken und vorzubeugen können Leimringe angebracht werden. Zudem können Sie die Haselnussbohrerweibchen vor Eiablage abschütteln. Auch ausgelegte Tücher oder Folien unter dem Baum können in der adulten Phase helfen, dass der Zyklus nicht wieder von vorn beginnt und die Schädlinge sich im Boden verpuppen.

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